1. Entwicklungsvorhaben im gebundenen Ganztag
1.1 Individualisiertes Lernen im außerunterrichlichen Bereich
Bestandsaufnahme:
Während eines Halbstudientages analysierten die Erzieherinnen und Erzieher der Schulanfangsphase und die der 3. bis 6. Klassen den Stand der Arbeit seit 2006. Die Interessen, Neigungen und Bedürfnisse der Kinder werden durch die Bildung vielfältiger kleiner Spielgruppen berücksichtigt. Die Kinder erhalten im Tagesablauf Möglichkeiten ihre Vorstellungen und Ideen umzusetzen, z.B. durch Bastel-, Spiel-, Sport- und Bewegungsangebote. Die Räume werden gemeinsam mit den Kindern gestaltet und auch während des Schuljahres den Bedürfnissen der Kinder angepasst. In allen Gruppen werden gemeinsame Regeln und Rituale erarbeitet, die ein einvernehmliches Miteinander ermöglichen sollen. Durch die klare Tagesstruktur, feste Rituale und wiederkehrende Angebote lernen die Kinder zunehmend ihre Zeit einzuteilen und ihre Freizeit selbstbestimmt zu gestalten.
Entwicklungsvorhaben:
Für das Schuljahr 2011/12 wurden in der Schulanfangsphase und in den Jahrgängen 3 bis 6 Entwicklungsvorhaben verabredet, die umgesetzt und evaluiert werden sollen. (siehe Anlagen)
1.2 Gesundheit des pädagogischen Personals
Zur Unterstützung des pädagogischen Personals weisen wir in den Stundenplänen ausreichende Pausen aus.
Nach der Einrichtung eines Ruheraums soll dessen Ausgestaltung noch erfolgen. Im kommenden Schuljahr werden wir uns gezielt darum kümmern.
Die Teamräume werden renoviert und die Arbeitsbeleuchtung in den Räumen wird erneuert.
Im Rahmen des Landesprogramms „Gute gesunde Schule“ nimmt das gesamte Team der Schulanfangsphase das Angebot zu einer Supervision war.
1.3 Erweiterung des Angebots im naturwissenschaftlichen Bereich
Unsere Schule ist seit dem 5. Mai 2011 eine von 26 Einrichtungen in Berlin, in denen die „Stiftung Haus der kleinen Forscher“ die naturwissenschaftliche und technische Bildung von Mädchen und Jungen fördert.
Seit 2006 wurden in Kindergärten Forscherecken eingerichtet und flächendeckend Projekte etabliert, in denen die Kinder ihren Forschergeist frühzeitig entwickeln können. Diese Kinder kommen nun in die Schule. In einer Pilotphase werden die Angebote an die Fähigkeiten von Grundschulkindern angepasst und sinnvoll in den außerunterrichtlichen Bereich integriert. Die Angebote sollen das freie Forschen und Experimentieren fördern und die Begeisterung der Kinder im Grundschulalter für naturwissenschaftliche Phänomene und technische Fragestellungen wecken. Dabei werden auch aktuelle Inhalte der Lehrpläne aufgegriffen und vertieft.
Die pädagogischen Fachkräfte in den Schulen erhalten Unterstützung, wie sie den Forschergeist sachkundig weiter begleiten können. Erzieherinnen und Erzieher unserer Schule werden im kommenden Schuljahr kontinuierlich an Fortbildungen teilnehmen und erste Projekte umsetzen. Ziel ist es, die Materialien und die Projekte weiterzuentwickeln und auf die Umsetzung mit Lerngruppen an Grundschulen auszurichten.
1.4 Einbeziehung von „Beweg dich, Schule“ in die Lern- und Gesundheitsförderung unser Schülerinnen und Schüler
Zu Beginn eines jeden Schuljahres testen wir aufgrund der teilweise gravierenden Entwicklungsrückstände unserer Kinder in der SAPH die Lernausgangslage aller Lernanfänger in den Bereichen Sprache, Motorik und Wahrnehmung mit dem Ziel alle Kinder bestmöglich zu fördern bzw. außerschulische Institutionen zur Unterstützung heranzuziehen.
In diesem Schuljahr entschlossen wir uns, das Programm „Beweg dich, Schule“ von Dorothea Beigel in unseren Unterricht einfließen zu lassen.
Das Programm bezieht die tägliche Bewegung in den Unterricht durch spezielle Übungen ein, die für das erfolgreiche Lernen notwendige Zusammenspiel aller Sinnesorgane unterstützen und fördern.
Die AOK Hessen hat hierzu in Zusammenarbeit mit Frau Beigel entsprechende Screeninguntersuchungen durchgeführt, um die Häufigkeit von Störungen des Seh-, Hör- und Gleichgewichtssystems bei Kindergarten- und Schulkindern zu erfahren.
Deshalb untersuchten wir mit Unterstützung einer Fachkollegin die Hälfte der Lernanfänger unter den Aspekten Sprache, Malentwicklung und Bewegung, die andere Hälfte ausschließlich unter dem Gesichtspunkt der Bewegung.
Das Ergebnis (siehe Protokoll der Steuerungsgruppe vom 10.2.11) machte deutlich, dass eine Förderung der Motorik bei nahezu allen Kindern erforderlich war.
Um den Zusammenhang zwischen Lernen und Bewegung besser zu verstehen, besuchte zunächst das Team der SAPH eine entsprechende Fortbildung bei Frau Beigel und begann mit Unterstützung der Fachkollegin Bewegung in den Unterricht mit einzubeziehen. Die positiven Erfahrungen veranlassten uns eine schulinterne Fortbildung für alle zu organisieren.
Auf der GK beschlossen wir im kommenden Schuljahr die Bewegung nach und nach für alle Klassen verbindlich in den Unterricht einzubeziehen.
1.5 Inklusive Schule
Im Zusammenhang mit der Umsetzung der Inklusion in Berlin nimmt die Wedding-Schule mit anderen Schulen im Bezirk Mitte an einer Projektentwicklung „Inklusive Lernkultur den ganzen Tag“ teil. Ziel ist der schrittweise Aufbau inklusiver Strukturen sowie entsprechende Schulkulturen und Unterrichtspraktiken weiterzuentwickeln und u.a auch innerschulische und bezirklliche Unterstützungssysteme aufzubauen. Zum nächsten Schuljahr soll ein bezirkliches Kompetenzzentrum entstehen.
Aufgrund der unterschiedlichen Entwicklung der Schulen wurden Kleingruppen gebildet, so dass die Wedding-Schule nun mit zwei anderen Grundschulen zum Thema Inklusion arbeitet. Hierzu wurde auch an unserer Schule ein Inklusionsteam, bestehend aus Vertreter/innen der einzelnen Klassenstufen, gebildet.
Erarbeitet wurden zunächst Gelingensbedingungen und Mindeststandards für eine inklusive Lernkultur, die Aussagen zu einer grundsätzlichen Ausstattung auf verschiedenen Ebenen enthalten. Eine Teilnahme an dem von der Senatsschulverwaltung ausgeschriebenen Modellversuch „Inklusiver Unterricht und inklusive Erziehung“ lehnen alle drei Schulen ab. (siehe Protokolle der Sitzungen im Inklusionsordner)
In der Bedarfsanalyse der Kleingruppe wurde deutlich, dass schulinterne Fortbildungen für die Weiterentwicklung der inklusiven Schule notwendig sind. Diese sollen im nächsten Schuljahr gemeinsam organisiert und durchgeführt werden.
Darüber hinaus sollen mit Unterstützung des Kompetenzzentrums und den eigenen Erfahrungen standardisierte Testverfahren und eine lernbegleitende Prozessdiagnostik erarbeitet und erprobt werden, ebenso die Entwicklung entsprechender Lern- und Förderpläne insbesondere für LES.
2. Entwicklungsvorhaben in der Schulkultur
2.1 Elternarbeit
Ein weiteres Thema unserer Schulprogrammentwicklung hatte die verstärkte Partizipation der Eltern am Schulleben zum Ziel.
Die Diskussion in den verschiedenen Gremien verstärkte den bereits bekannten Tenor, dass sich viele Eltern für die Belange ihres eigenen Kindes engagieren, dass aber das Interesse für die Schule als Institution und für allgemein bildungsrelevante Themen und Prozesse nur schwach ausgeprägt ist.
Auch die Ursachen für dieses Verhalten sind uns bekannt:
Bildungsferne Elternhäuser, kulturelle Unterschiede und Distanz zur Institution Schule sind einige der bestimmenden Faktoren.
So initiierten wir in diesem Schuljahr gezielt viele kindbezogene Anlässe, zu denen wir die Eltern der beteiligten Kinder einluden: Wir veranstalteten Theater- und Tanzaufführungen, Ausstellungseröffnungen und Projektpräsentationen, wir nahmen die Eltern mit auf Klassenausflüge und beteiligten sie am Vorlesewettbewerb und an Sportwettkämpfen.
Bereits bestehende Angebote setzten wir fort: Wir führten viele Elterngespräche zum Leistungsstand und zum Verhalten der Kinder, wir unterstützten die Eltern bei der Absprache von Terminen mit außerschulischen sozialen Diensten und Trägern des Bezirks.
Muttersprachliche Mediatorinnen für Familien mit Sinti-Roma-Migrationshintergrund und eine arabische Mediatorin förderten die Zusamenarbeit und halfen den Familien bei migrationsbezogenen Alltagsthematiken.
In Zusammenarbeit mit der City-VHS praktizierten wir weiterhin die koordinierende Sprachförderung und Elternbildung für die Eltern unserer Lernanfänger. Alle anderen Eltern konnten in Sprachkursen ihre deutschen Sprachkenntnsse verbessern. beide Kurse fanden wie in den Jahren davor in den Räumen unserer Schule statt, was die Schwellenangst zur Schule erheblich mindert.
Im kommenden Schuljahr werden wir diesen Weg fortsetzten.
2.2 Klassenrat
Kontext, Begründungen und Ziele
Im Schuljahr 2010/2011 initiierte die Steuerungsgruppe aus mehreren Gründen die Einrichtung eines Klassenrates für alle Klassen.
• Wir wollten die Beteiligung aller Schülerinnen und Schüler am Schulleben intensivieren. Die Mitverantwortung und Mitentscheidung sollten über Konfliktlösungen hinaus auch Veränderungen und Neuerungen des Schullebens einschließen.
• Wir erachteten es als notwendig, dass die Schülerversammlung einen festen Platz in den einzelnen Klassen erhielt. Dabei sollen einheitliche Strukturen und Regeln, die in beiden Gremien gelten, die Verständigung erleichtern.
• Wir erkannten, dass die Schülerinnen und Schüler im Klassenrat soziale Kompetenzen erwerben können, die wir als Basisbausteine für die Umsetzung unseres Schwerpunktes „Individualisiertes Lernen“ erachteten.
Voraussetzungen für die Einführung
Regelmäßige Besprechungen in Sitz- oder in Morgenkreisen dienten schon als Vorformen des Klassenrates. Auch in den monatlichen Schülerversammlungen übten die Klassensprecherinnen und Klassensprecher ihre Wünsche für das Schulleben vorzutragen, gemeinschaftsverträgliche Vorschläge zu erarbeiten und Verantwortung für getroffene Verabredungen zu tragen. In einigen Klassen wurde bereits ein Klassenrat durchgeführt. Die Konfliktlotsen in den 5. und 6. Klassen lernten in ihrer Ausbildung Kommunikationsregeln und Konfliktlösungsstrategien.
Erste Schritte zur Einführung
Alle Kolleginnen und Kollegen erhielten Literatur zur Theorie des Klassenrates mit dem Auftrag, sich mit diesem Thema in den Jahrgangsstufen zu befassen. Wir hatten das Ziel, so eine gemeinsame Ausgangslage zu schaffen, die alle gleichermaßen für das Thema inspirieren und zu einer einheitlichen Klassenratspraxis führen sollte. Das Thema besprachen wir auch in der Gesamtkonferenz Anfang April mit dem Ziel, Hilfe für die Durchführung anzubieten und Überlegungen zur Vereinheitlichung anzuregen.
Zwischenbilanz
Die Diskussion in den Jahrgangsstufen führte zur schrittweisen Erprobung des Klassenrates in nahezu allen Klassen.
Auf der letzten Gesamtkonferenz des Schuljahres 2010/2011 stellten die Vorsitzenden der Jahrgangsstufen den derzeitigen Stand der Einführung des Klassenrates vor. Sie berichteten von durchweg positiven Erfahrungen. Die Übernahme der Funktionen der Schülerinnen und Schüler innerhalb des Klassenrates waren je nach Altersstufe verschieden. In der Schulanfangsphase überwog die Rolle des Pädagogen, in den anderen Klassenstufen übernahmen die Kinder schon zunehmend eigene Verantwortlichkeiten.
Die Strukturen, die zeitlichen Abläufe, die Regeln und die inhaltlichen Absprachen waren noch unterschiedlich.
Ausblick und Evaluation
Unser Ziel im Schuljahr 2011/12 werden die Einübung von Kommunikationsregeln und die Umsetzung einer einheitlichen Struktur auf der Grundlage der gemeinsam gelesenen Theorie sein.
Auf der 2. Gesamtkonferenz im Schuljahr 2011/2012 werden wir uns in Form eines Marktplatzes über den jeweiligen Entwicklungsstand der Klassenräte informieren und unsere Erfahrungen austauschen und in einer Befragung der Lehrer/der Schüler die Durchführung evaluieren. Dazu wird ein Fragebogen erarbeitet werden.
2.3 Homepage
Zu Beginn des Schuljahres begannen wir, eine Homepage für unsere Schule zu konzipieren. Wir strukturierten unser ganztägiges Bildungskonzept für die Darstellung im Internet und schufen Möglichkeiten der aktuellen Information mit Hilfe dieses Mediums. Es war uns wichtig, viel Information über unsere Schule in einer klaren Struktur mit anschaulichen, grafischen Gestaltungen zu vermitteln.
Wir richteten eine Arbeitsgruppe ein, deren Mitglieder sich mit dem Ziel fortbildeten, die Pflege der Homepage übernehmen zu können.
3. Entwicklungsvorhaben im Unterricht
3.1 Individualisiertes Lernen
In diesem Schuljahr führten wir den Prozess der Veränderung des Unterrichts hin zu einer neuen Lernkultur im Ganztag fort. Verbunden mit Individualisiertem Lernen und Kompetenzorientierung strebten wir eine modifizierte Rolle der Pädagogen in Richtung Gestaltung offener Lernprozesse, Moderation und Lernszenarien an. In diesem Prozess war es uns wichtig, unsere bereits vorhandenen Ressourcen gezielt einzubinden.
Der Prozess vollzog sich in folgenden Schritten:
- Auf der 2. Gesamtkonferenz in diesem Schuljahr wurde das Thema „Unterrichtsentwicklung/ Individualisiertes Lernen“ erneut als Schwerpunkt unserer diesjährigen Schulentwicklung benannt, konkretisiert und erörtert.
- Die Steuerungsgruppe schlug die Durchführung eines Studientages mit dem Thema „Individualisiertes Lernen“ mit Unterstützung von externen Fachleuten vor und die Gesamtkonferenz stimmte dem zu.
- Anfang Dezember arbeiteten wir auf einem Studientag mit Unterstützung von externen Beraterinnen des LISUMs zum Thema „Individualisiertes Lernen“. Wir erhielten Informationen zum Thema mittels eines Vortrages (Impulsreferat „Eroberung des Kontinentes IL“), sahen Filmausschnitte (Beatenberg) und befassten uns mit verschiedenen Instrumenten (Logbuch, Lernplaner etc.). Eine Bestandsaufnahme aller Jahrgangsstufen in Form eines „Marktplatzes“ dokumentierte und informierte über bereits vorhandene „Schätze“ und führte dazu, dass jede Klassenstufe eigene Ziele für eine schrittweise Umsetzung des „Individualisierten Lernens“ formulierte und verabredete.
- In den Jahrgangsstufenteams wurde der Studientag ausgewertet. Die verabredeten Ziele und deren Umsetzungsmöglichkeiten wurden besprochen und in einem Protokoll festgehalten.
- Diese Protokolle wurden in der Steuerungsgruppe Anfang Januar ausgewertet. Dabei stellten die Mitglieder der Steuerungsgruppe fest, dass wir verbindliche Bausteine brauchen, die für die Umsetzung des individualisierten Lernens in allen Klassen als Voraussetzung nötig sind.
Wir benannten folgende Basisbausteine:
Zeiteinteilung, Selbst- und Fremdeinschätzung, Lernstrategien,
Zielformulierung, Kooperative Lernformen, Sozialverhalten, Übernahme der Verantwortung für das eigene Lernen, motivierende Lernumgebung.
Als Ziel formulierten wir in der Steuerungsgruppe, dass diese Bausteine curricular in den Klassenstufen verbindlich festgelegt und mit den Kindern erarbeitet werden sollen.
Die Jahrgangsstufenteams erhielten den Arbeitsauftrag die Bausteine daraufhin zu überprüfen, in welchem Rahmen (Umfang, Intensität, Methodik, praktische Realisierbarkeit) sie auf der jeweiligen Klassenstufe umgesetzt werden sollen.
Die Steuerungsgruppe regte einen Austausch über vorhandenes Material und kollegiale Unterrichtshospitationen an.
- Die Jahrgangsstufenteams und die Erzieherteams arbeiteten auf einem Halbstudientag zu den Arbeitsaufträgen und legten auf ihre Stufe bezogen Ziele zum individualisierten Lernen anhand der Basisbausteine fest.
(siehe Protokolle der Jahrgangsstufen in der Anlage)
- Um die Zusammenführung der Ergebnisse und eine umfassende Information des Prozesses zur Unterrichtsentwicklung für das gesamte Kollegium zu gewährleisten, präsentierten die Stufenvorsitzenden ihre bisherigen Erfahrungen und ihre weiteren Vorhaben auf der Gesamtkonferenz im Juni.
- Auf dieser Gesamtkonferenz beschlossen wir einstimmig, dass die aufeinander aufbauenden Entwicklungsschwerpunkte zum Thema „Individualisiertes Lernen“, wie sie in den Protokollen der einzelnen Klassenstufen benannt sind, im kommenden Schuljahr verbindlich in die Unterrichtsarbeit integriert werden.
Zu Beginn des kommenden Schuljahres sollen die Zielvorhaben in einem Curriculum zusammengestellt werden. Für die Evaluation des Prozesses werden wir im Schuljahr 2011/12 geeignete Instrumente erarbeiten.
4. Entwicklungsvorhaben in der Kooperation mit Partnern
4.1 Kultureller Bildungsverbund Pankstraße
Der KuBiPa ist eine Kooperation des Bezirks Mitte, an der außer der Wedding-Schule eine weitere Grundschule, vier Kindertagesstätten, eine Oberschule, das Kinder- und Jugendkunsthaus, das Amt für Weiterbildung und Kultur und das QM Pankstr. beteiligt sind.
Das Ziel dieser Kooperation sind die modellhafte Entwicklung eines nachhaltigen kulturellen Bildungsangebots für Kinder und Jugendliche und die Verankerung im Bezirk.
Schwerpunkte der Bildungsangebote sind das Darstellende Spiel und Tanz. Es soll jedem Kind und Jugendlichen der teilnehmenden Einrichtungen die Chance eröffnet werden, sich u.a. mit Schauspiel, Sprachausbildung und Requisitenbau auseinanderzusetzen.
In unserer Schule setzten wir das Angebot seit Beginn des Schuljahres in der Schulanfangsphase und in Klasse 3 um.
Die Kinder der SAPH tanzen einmal pro Woche in kleinen Gruppen. In der Stufe 3 ist eine klassenübergreifende AG „ Darstellendes Spiel“ eingerichtet.
Darüber hinaus wird dieses Angebot von der Musikschule durch eine musikalische Grundausbildung für alle Kinder unterstützt.
Diese findet einmal pro Woche zusätzlich zum Musikunterricht statt, mit dem Ziel Schülerinnen und Schüler durch eine systematische musikalische Förderung zu befähigen, in Musikensembles in der Schule gemeinsam zu musizieren.
Die ersten Arbeitsergebnisse aller beteiligten Einrichtungen sind in einer öffentlichen Veranstaltung präsentiert worden. In unserer Schule finden je nach Ergebnis Aufführungen für die Eltern statt.
In diesem Schuljahr koordinieren wir schwerpunktmäßig die beschriebene Bildungsarbeit mit unseren Kitas und informieren die Eltern über die Möglichkeit einer Fortsetzung der begonnenen Angebote in unserer Schule.
5. Ausblick
Die weitere Verbesserung der Unterrichtsqualität bleibt das vorrangige Anliegen unserer Schulentwicklung.
Ausgehend von den unterschiedlichen Erfahrungen der Jahrgangsteams mit dem selbstgesteuerten Lernen, mit der Gestaltung von offenen Lernprozessen und mit Lernszenarien etc, konnten wir uns nach einer Bestandsaufnahme auf konkrete Vereinbarungen zur Umsetzung des individualisierten Lernens für alle Klassenstufen verständigen. Im nächsten Schuljahr wird die Umsetzung dieser für alle verbindlichen Vereinbarungen evaluiert werden.
Die Erfahrungen mit der Durchführung der Klassenräte werden wir auf der 2. Gesamtkonferenz des kommenden Schuljahres mit dem Ziel auswerten, einheitliche Strukturen für alle festzulegen.
Zur Unterstützung der Elternarbeit wird im kommenden Schuljahr mit unserer Kooperationspartnerin City VHS eine Elternakademie gegründet, in der Eltern zusammen mit ihren Kindern in verschiedenen Bereichen fortgebildet werden.